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Im Rahmen seines Jubiläumsjahres zum 175jährigen Bestehen zeigt der Verein Berliner Künstler eine Abfolge von Ausstellungen seiner Mitglieder.
Vom 23. Juni  bis 3. Juli 2016 präsentiert sich die Ausstellungsgruppe Expressiv.
expressiv – exzessiv – experimentell – ekstatisch – existenziell – expandierend – explosiv – exorbitant – extravagant – ex und pop – exaltiert – extrem koloriert.

In diesem Spannungsfeld bewegen sich die 8 künstlerischen Positionen dieser Ausstellung.

EXPRESSIV – bezieht sich nicht nur auf eine Geisteshaltung wie die, die durch den Begriff des Deutschen Expressionismus geprägt ist, sondern zeigt verschiedenartige Möglichkeiten aktueller, subjektiver und emotionaler Ausformulierung in Form und Farbe.

Marianne Gielens abstrakten Arbeiten liegen Sujets zugrunde, wie z.B. Landschaften, die sie zu expressiven Farbflächen verdichtet.

Marilyn Greens explosiv verwobene Farb-und Formspuren deuten oft in ihren Bildtiteln ebenfalls Landschaftsbezüge als Ausgangspunkt ihrer Arbeiten an.

Simone Kornfelds Serie der „Wutbilder“ zeigen eine gänzlich vom Gegenstand losgelöste Abstraktion, die kürzlich von Wolfgang Siano  als „Farbanarchie“ bezeichnet wurde.

Ina Lindemann bricht ihre grenzenlosen Farbstrukturen immer wieder in Inseln der Explosion auf, die sich dann in einem übergeordneten System verbinden.

Dorothea Markner-Weiss´ ungegenständliche Arbeiten sind als experimentelle Schichtungsprozesse innerer und äußerer Erfahrungen zu betrachten.

Ute Richters informellen Bildern haftete etwas Existenzielles an, das im Einsatz der kontrastierenden Farben und in ständiger Formauflösung und Formwerdung spürbar wird.

Peter Schlangenbader explosive Verschichtung lässt raus, was drin ist. Zigfach überarbeitet, attakiert er die Leinwand in rhythmischen Farbräuschen.

Gerard Waskievitz´ Arbeiten muten expressiv an, loten aber vielmehr innerste Zustände aus, die sich der zivilisierte Mensch nicht traut, zuzulassen. Hier wird das existenzielle Sein auf den Punkt gebracht.